Moritz-von-Büren-Schule

LWL-Förderschule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation Büren

Das GL-Team im Schuljahr 2017/2018

Das gemeinsame Lernen

Schülerinnen und Schüler mit einer Hörschädigung besuchen unterschiedliche Schulformen. Das Vorliegen eines Hörschadens allein bedingt keinen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, so dass ein größerer Teil hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler die allgemeine Schule ohne sonderpädagogische Unterstützung besucht. Wird von Seiten der dortigen Lehrkräfte oder der Eltern Beratung gewünscht, können sie diese über unsere Beratungsstelle anfordern.

Besteht allerdings ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation und wurde als Förderort die allgemeine Schule bestimmt, so kann der Schüler oder die Sdhülerin im Rahmen des Gemeinsamen Lernens an der Regelschule zusätzlich von  einer Lehrkraft der Moritz-von-Büren-Schule betreut werden.

Im Rahmen dieser Betreuung findet die fachliche sonderpädagogische Unterstützung und Beratung der Lehrkräfte und Familien statt. Die konkrete Umsetzung wird bestimmt durch den individuellen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung des Schülers/der Schülerin und dem Beratungsbedarf der Klassen- und Fachlehrer, der Mitschüler/innen und der Eltern. Die Ziele und Maßnahmen werden im Förderplan festgehalten und evaluiert. Mindestens einmal jährlich entscheidet die Klassenkonferenz, ob der Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und der Förderschwerpunkt weiterhin bestehen und der Förderort beibehalten werden soll.

Gemeinsames Lernen – Struktur

Unser Ziel ist es, den Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung der hörgeschädigten Schüler und Schülerinnen genau einzuschätzen und ihre Bedürfnisse für die Teilhabe am Unterricht der allgemeinen Schule zu formulieren. Diesen Bedarf setzen wir in Bezug zu den vorhandenen Rahmenbedingungen und Ressourcen der von den Eltern gewünschten allgemeinen Schule und benennen notwendige Veränderungen, wie z.B. eine raumakustische Sanierung des Klassenraumes. Dadurch wollen wir erreichen, dass jeder hörgeschädigte Schüler bzw. jede Sdhülerin barrierefrei sein Lernpotential voll entfalten kann und sich auch sozial-emotional positiv entwickeln kann. Sehen wir dies bei einer Beschulung im Gemeinsamen Lernen als gefährdet an, teilen wir unsere fachliche Einschätzung den Eltern und Lehrkräften mit.

Für den Aufbau eines stabilen Selbstbewusstseins und einer positiven Identitätsentwicklung der hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen halten wir den Kontakt zu anderen Hörgeschädigten für äußerst wichtig. Häufig sind sie die einzigen Schüler mit einer Hörschädigung an ihrer Schule. Wir schaffen durch Angebote wie das „Triff dich – Treffen für hörgeschädigte Schüler“ und die Kooperation mit außerschulischen Partnern Möglichkeiten zu Peer-Group-Kontakten. Auch die Eltern finden hier Gelegenheit zum Austausch und können sich zu wichtigen Themen (z.B. Hörtechnik, Nachteilsausgleich, Berufsorientierung) informieren.

Beispiele der inhaltlichen Arbeit

Beratung von Lehrerinnen und Lehrern an allgemeinen Schulen

Sonderpädagogische Unterstützung der hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern

Beratung der Eltern

Beratung von Mitschülerinnen und Mitschülern