Moritz-von-Büren-Schule

LWL-Förderschule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation Büren

Übergang Schule – Beruf

Die Vorbereitung auf das Leben nach der Schule mit dem Einstieg in das Berufsleben war für Hörgeschädigte immer schon eine große Herausforderung. Einerseits sind viele Berufswege aufgrund der Hörschädigung für Betroffene grundsätzlich nicht geöffnet und auf der anderen Seite erschwert die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit oft den Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sowie auch den Erwerb berufsbezogener Kompetenzen in der Berufsausbildung. In jedem Fall bedarf es einer intensiven individuellen Beratung und Unterstützung, einer langen und umfangreichen Vorbereitung und Begleitung sowie einer Vernetzung mit vielen Partnern, um den Übergang in den Beruf gelingen zu lassen und erfolgreich zu gestalten.

Der Moritz-von-Büren-Schule ist eine qualifizierte Beratung in diesem Bereich sehr wichtig und wir haben deshalb große Anstrengungen unternommen, um das Angebot der Schule zu erweitern und zu optimieren. Das Angebot einer inhaltlichen und finanziellen Unterstützung durch die Stiftung „Partner für Schulen“ mit dem Projekt „Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung gestalten“ war im Schuljahr 2007/08 Anlass und Startpunkt für ein Schulentwicklungsvorhaben zur Neugestaltung und Neuausrichtung in diesem Arbeitsfeld. Diesen Bereich hat die Schule durch eine externe Evaluation überprüfen lassen, entsprechend revidiert und weiterentwickelt. Die Bewerbung um das Berufswahl-Siegel der Peter-Gläsel-Stiftung führte zu einer sehr intensiven Prüfung der Effektivität in diesem Bereich. Zuletzt wurde im Rahmen einer Rezertifizierung im Jahr 2012 der Schule bestätigt, dass sie den Bereich der berufsbegleitenden Maßnahmen auf eine herausragende Art und Weise fördert.

Inhalt 

1.   Organisation

2.   Individuelle Berufsplanung

3.   Entwicklungsdokumentation

4.   Berufsvorbereitender Unterricht

5.   Praktika

6.   Module der Berufsvorbereitung

7.   Elternarbeit

8.   Evaluation

9.   Netzwerk

10.  Downloads

1.  Organisation

Das Schulkonzept der Berufswahlorientierung wurde durch die Berufswahlkoordinatorinnen entwickelt. Es wurde und wird durch die eigene Praxis, Gespräche mit Netzwerkkolleginnen und Klassenlehrerinnen evaluiert und ergänzt bzw. weiterentwickelt.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 nimmt die Moritz-von-Büren-Schule an dem Projekt STAR (Schule trifft Arbeitswelt) teil. Dies geschieht in sehr enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Integrationsfachdienst (IFD) Paderborn. Bereits bestehende Projekte des Berufsvorbereitungskonzepts wurden mit den Modulen des Projektes STAR verknüpft.

An der Moritz-von-Büren-Schule gibt es derzeit zwei verantwortliche Berufswahlkoordinatorinnen. Diese arbeiten im Team und zum Teil arbeitsteilig, indem sie verschiedene Projekte planen und betreuen. Zu ihren Aufgaben gehören die Koordination, Weiterentwicklung und Evaluation des Berufsorientierungsbereichs der gesamten Sekundarstufe I. Dies beinhaltet die Beratung von Kollegen, die aktuell mit ihrer Klasse das Konzept bzw. die Module der Berufswahlorientierung durchlaufen, die Einweisung neuer Kollegen in das Konzept, die Bereitstellung von Informationen und Arbeitsmaterialien sowie die Vermittlung von Kontakten und die Netzwerkpflege.

Dies geschieht in Form von Informationsweitergabe und Zusammenarbeit mit nachschulischen Bildungsträgern, dem Integrationsfachdienst, den Beratern der Agentur für Arbeit, der Beratungsstelle der Schule, den Eltern sowie den Praktikums- und Ausbildungsbetrieben.

Die Koordinatorinnen beraten gemeinsam mit der Ansprechpartnerin beim IFD Schüler und Eltern hinsichtlich ihrer Berufswegeplanung.

Die Berufskoordinatorinnen sind zudem aktive Mitglieder im Landesarbeitskreis zur Berufsorientierung der Hörgeschädigtenschulen in NRW.

2.  Individuelle Berufsplanung

Neben den regulären Angeboten der Berufsvorbereitung wird es in den höheren Klassen aufgrund des individuellen Entwicklungsstandes jedes einzelnen Schülers sowie dessen Interessen und Fähigkeiten notwendig, die weitere Berufswegeplanung individuell zu gestalten.

Hier können in Absprache individuell mehrere Praktika angeboten werden. Die Integration in eine Firma oder eine Werkstatt kann über ein Langzeitpraktikum angebahnt und Interessen können somit gefestigt oder überprüft werden.

An dieser Planung sind die Schüler selbst, deren Eltern sowie die Klassenlehrer, Berufswahlkoordinatoren, der IFD und die Agentur für Arbeit beteiligt. Sie wird in der sogenannten „weißen Mappe“, dem Berufswahlportfolio unserer Schule vereinbart und dokumentiert.

 

3.  Entwicklungsdokumentation

Das Berufswahlportfolio wird den Schülern in der 6. Klasse ausgehändigt und in einem stetigen Prozess ergänzt und erweitert.

Die Schüler haben die Möglichkeit, folgende Dokumente in ihrem Ordner zu sammeln und diese so für einen eventuellen Arbeitgeber stets beisammen zu haben:

  • Praktikumsberichte
  • Praktikumszeugnisse/ Beurteilungen
  • Kopien ihrer eigenen Schulzeugnisse
  • eigene Bewerbungsunterlagen
  • wichtige Adressen
  • Kopie des Schwerbehindertenausweises
  • Kopie der Aufenthaltsgenehmigung
  • aktuelle Audiogramme (Hörtests)
  • etc. 

Außerdem dokumentieren die Schüler hier ihre eigene Entwicklungsplanung in Form von:

  • für sie wichtigen Wörtern und Gebärden zum Thema Beruf
  • Dokumentation der Lerninhalte ihrer Unterrichtsreihen zum Thema Berufswelt
  • Daten wichtiger Termine mit der Arbeitsagentur, dem IFD, verschiedenen Firmen
  • die eigene Perspektivplanung mit Aufgaben und Zielen, die stetig von den an der Planung beteiligten Personen (Schüler; Eltern; Klassenlehrer; Integrationsfachdienst; Agentur für Arbeit; etc.) ergänzt werden. 

Das Ergänzen des Ordners erfolgt zunächst hauptsächlich auf Aufforderung der jeweiligen Fachlehrer. Durch den ständigen Umgang mit dem Ordner - vor allem während der Klassen 9 und 10 mit der Konzentration auf Praktika und Bewerbung - ergänzen die Schüler ihn aber immer selbstständiger und selbstverantwortlicher mit den Unterlagen, die sie für wichtig bzgl. ihrer eigenen Berufswahlplanung erachten. Zudem wird der Ordner z. B. bei Berufswegekonferenzen als Unterstützung des Gesprächs verlangt. Der Ordner kann im Anschluss an die Schulzeit mitgenommen werden und so eine sinnvolle und oft erwünschte Unterstützung für die Arbeit an der weiterführenden Schule und Einrichtung sein.

4.  Berufsvorbereitender Unterricht

Innerhalb der Berufsvorbereitung haben wir verbindliche Unterrichtsreihen in den Klassen 6 bis 10 festgelegt. Diese sind im Berufekalender festgehalten, den jede Klassenlehrerin am Anfang des Schuljahres ausgehändigt bekommt. Die Durchführung der Unterrichtsreihen wird in der „weißen Mappe“ dokumentiert.

Folgende Unterrichtsreihen sollen dabei berücksichtigt werden: 

Kl. 6

  • Die Welt der Berufe
  • Betriebsbesichtigung Bäckerei vorbereiten
  • Betriebsbesichtigung
  • Einführung Portfolio der Moritz-von-Büren-Schule

Kl. 7

  • meine Fähigkeiten und Interessen
  • Bewerbung um eine Praktikumstelle
  • Mobilitätstraining
  • Betriebsbesichtigung

Kl. 8

 

 

Berufswahl/Bewerbungstraining

  • Kommunikationstraining (Bewerbungsgespräch, Telefonbewerbung)
  • Unterstützungsmöglichkeiten durch den IFD
  • Internetrecherche nach möglichen Betrieben
  • Bewerbungsunterlagen zusammenstellen

Betriebsbesichtigung

Kl. 9

 

Praktikumsvor- und Nachbereitung 2. Praktikum

  • Verhalten im Praktikum
  • Umgang mit Kommunikationsproblemen

Praktikumsvorbereitung 3. Praktikum

  • Internetrecherche von Betrieben
  • Bewerbungsunterlagen
  • Akquise von Praktikumsplätzen ggf. mit Hilfestellung IFD (Praktikum in möglichem Ausbildungsberuf)

Nachbereitung 3. Betriebspraktikum

  • Vorbereitung auf Ausbildung
  • Angebote – BBW, duales System, BVB
  • Dolmetscher während der Ausbildung
  • Technische Hilfen, andere Hilfen
  • Schwerbehindertenausweis

Rechte und Pflichten im Arbeitsleben

Kl. 10

 

 

Die Inhalte orientieren sich hier an den individuellen nachschulischen Wegen der einzelnen Schüler und sind durch den entsprechenden Fach- oder Klassenlehrer festzulegen.

5. Praktika

Wir bieten vier verpflichtende Praktika an, die nachfolgend beschrieben werden. Darüber hinaus können zusätzliche Praktika sowie Langzeitpraktika absolviert werden.

Die Praktikumsrecherche obliegt zunächst der Familie des Schülers. Wir verfügen jedoch über eine Adresskartei mit Firmenadressen, in denen bislang Praktika absolviert wurden.

Im Notfall bietet auch Frau Rodeck (IFD) ihre Unterstützung an.

Die Wege sollen die Schüler möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Die Kosten können übernommen werden und müssen im Sekretariat der Schule beantragt werden.

Im Einzelfall kann eine Taxilinie eingerichtet werden.

Es gelten die Gesetze des Jugendschutzgesetzes.

Die Schüler sind über die Gemeindeunfallversicherung versichert. Es ist dennoch ratsam, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Reguläre Praktika:

Klasse 8:

2 Wochen Orientierungspraktikum in einem Betrieb

Dieses Praktikum kann zunächst frei vom aktuellen Berufswunsch gewählt werden. Es dient dazu, den Schülern die Arbeitswelt näher zu bringen:

  • Was heißt es, täglich 8 Stunden zu arbeiten?
  • Wie komme ich mit meiner Hörschädigung in der Arbeitswelt hörender Kollegen zurecht?
  • Könnte ein solcher Beruf für mich passend sein?
  • Halte ich drei Wochen in einem fremden Betrieb mit fremden Menschen durch?
  • Wie verhalte ich mich im Praktikum?
  • Wie komme ich zu meinem Praktikumsbetrieb? 

Die Schüler bewerben sich zu Beginn des Schuljahres bei einem von ihnen selbst ausgesuchten Wunschbetrieb. 

Klasse 9:

3 Wochen Blockpraktikum im Wunschberuf

Dieses Praktikum sollte bereits in einem interessenbezogenen Berufsbild und entsprechenden Betrieb absolviert werden, denn hier sollen konkret die eigenen Interessen überprüft werden.

  • Habe ich mir diesen Beruf so vorgestellt?
  • Bin ich geeignet für diesen Beruf?
  • Was muss ich noch tun, um meinem Wunschberuf näher zu kommen?
  • etc.

3 Wochen Blockpraktikum im Wunschberuf, möglichst in einer Firma, die ausbildet

Dieses Praktikum sollte im Wunschberuf und einem entsprechend ausbildenden Betrieb absolviert werden, denn hier können schon notwendige Absprachen mit Betrieben getroffen werden. Außerdem können die Betriebe über Fördermöglichkeiten informiert werden, etc. 

3 Tage Orientierungspraktikum Essen

Einmal im Jahr nehmen die Schüler der jeweiligen Klasse 9 an einem Orientierungspraktikum im Berufskolleg Essen teil. Dies ist ein Berufskolleg für hörgeschädigte Schüler. Die Schüler durchlaufen an drei Tagen einen für das Berufskolleg üblichen Tagesablauf in einem Berufsfeld, das sie vorher wählen dürfen. Dabei nehmen sie sowohl am Berufsschulunterricht als auch an den Praxisanleitungen teil. Während dieser Zeit sind sie im Internat untergebracht. Sie haben so die Möglichkeit, theoretische wie praktische Einblicke in ein Berufsfeld ihrer Wahl zu gewinnen, das Schul- und Internatsleben kennenzulernen, sich mit ehemaligen Schülern unserer Schule, die an das Berufskolleg gewechselt haben, über deren Erfahrungen auszutauschen und erste Rückmeldungen hinsichtlich ihrer Eignung von Fach- und Ausbildungslehrern zu bekommen. Dies ist auch ein wichtiges Evaluationselement für die aktuellen Klassenlehrer hinsichtlich der gemeinsamen Entwicklung von geeigneten (Aus-)Bildungsperspektiven.

Freiwillige Praktika

Es gibt immer die Möglichkeit, zusätzliche Praktika zu absolvieren. Im Einzelfall kann dies zur Hälfte in der Schulzeit und zur Hälfte in der Ferienzeit stattfinden.  

Langzeitpraktikum

Ein Langzeitpraktikum absolvieren hauptsächlich die Schüler im Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung.

Die Durchführung wird individuell festgelegt. Das Praktikum kann in einem Betrieb oder einer Werkstätte absolviert werden. Es dient der Anbahnung einer betrieblichen Eingliederungsmaßnahme oder dem sanften Übergang in eine Werkstatt für behinderte Menschen.

Mit dem entsprechenden Betrieb wird ein Vertrag geschlossen.

Das Praktikum ist so strukturiert, dass der Schüler einmal in der Woche (im Einzelfall auch öfter) in dem betreffenden Betrieb an einem regulären Arbeitstag (in der Regel 8 Stunden) teilnimmt und an den weiteren 4 Tagen regulär die Schule besucht.

6. Module der Berufsvorbereitung

Das von den Berufskoordinatorinnen erarbeitete Konzept zur Berufsvorbereitung beinhaltet bereits viele Angebote, die in dem Projekt STAR ebenfalls vorgesehen sind. Im Folgenden wird zunächst aufgeführt, welche Projekte an der Moritz-von-Büren-Schule in den Jahren 2006-2012 bereits durchgeführt wurden.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 werden die Module des Projektes STAR verbindlich mit den Jahrgängen 8-10 durchgeführt. In einer tabellarischen Übersicht sind alle aktuellen Module für die jeweiligen Jahrgangsstufen aufgeführt.

Bereits durchgeführte Projekte:

Schuljahr 2006/2007:

Kompetenzcheck

Im Jahr 2006/07 betraf dies die Zusammenarbeit mit der VHS Bielefeld zur Durchführung eines Kompetenzchecks der Schüler der Klasse 9. Hier durchliefen die Schüler ein dreitägiges Programm, auf dessen Basis ihre individuellen Stärken, Fähigkeiten und Eignungen in Bezug zu möglichen Berufsfeldern gesetzt werden.

Schuljahr 2007/2008:

Erstmaliges Kommunikationstraining

Selbst hörgeschädigte Trainer analysieren in einem 3-tägigen Programm mit den Schülern ihre individuellen Hörschädigungen, besonders im Hinblick auf die Kommunikation in der Arbeitswelt.

Herbst 2008:

Modul 5 (Berufswahlorientierung durch Sprache fördern) der Stiftung „Zukunft fördern“

Das Projekt wurde mit der Firma „Institut Quint“ durchgeführt, die an drei aufeinander folgenden Tagen ein Training für Vorstellungsgespräche im Wunschberuf durchgeführt hat. Am Ende bewarben sich die Schüler bei einer Partnerfirma und führten dort ein reelles Vorstellungsgespräch mit einem personalverantwortlichen Mitarbeiter.

Innerhalb des Trainings sollten sie auch dafür sensibilisiert werden, welche individuellen Bedingungen sie hierzu benötigen und schaffen müssen und wie sie sowohl in der Gesprächsorganisation als auch inhaltlich anhand von Fragestellungen mit der eigenen Hörschädigung umgehen können und möchten.

Schuljahr 2009/2010:

Modul 1 (Berufsorientierungsbüro BOB) der Stiftung „Zukunft fördern“

Wir richteten in diesem Jahr mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des MfSW unser BOB ein, wobei wir insbesondere auf die Ausstattung mit einem Schwerhörigentelefon und einem Computer mit Drucker und einer Kamera achteten. So ist es einerseits auch den Schwerhörigen möglich, selbstständig Telefonate im Bezug auf ihren Praktikumsplatz zu führen, andererseits ermöglicht es die Kamera in Zukunft auch den Gehörlosen mit Hilfe eines speziellen Dolmetscherdienstes (TESS) Telefonate zu führen.

Neben der Nutzung durch die Schüler soll das BOB auch als Büro für die Durchführung der Sprechstunden des IFD und der AfA dienen. Da es sehr klein ist, wurde darauf geachtet, dass die Möbel flexibel verschoben und genutzt werden können.

Schuljahr 2010/2011:

Modul 1 (Berufsorientierungsbüro BOB) der Stiftung „Zukunft fördern“

Im Rahmen dieses Moduls war es uns in diesem Jahr möglich, den Schülern der Klassen 9 und 10 ein spezielles Telefontraining anzubieten. Mit Hilfe des Kolpingwerkes Paderborn fuhren die Schüler in 2 Gruppen jeweils für einen Tag in deren Fortbildungsstätte in Bad Driburg. Hier wurden zunächst einmal theoretisch mit Hilfe kleinerer Übungen die Bedingungen für ein gelungenes Telefonat erarbeitet. Die Schüler konnten sich dann gedanklich und schriftlich auf ein später durchzuführendes telefonisches Bewerbungsgespräch vorbereiten. Dieses wurde mit Hilfe der Kolpingmitarbeitern jeweils einzeln simuliert und aufgezeichnet. Die Auswertung der Gespräche wurde anschließend ebenfalls einzeln mit den Schülern durchgeführt.

Zudem wurden von den Schülern der Klasse 10 Bewerbungsunterlagen erstellt, die an Bürener Firmen gesendet wurden, die sich vorher zur Beurteilung der Unterlagen bereit erklärt hatten.

Schuljahr 2011/2012

Modul 1 (Berufsorientierungsbüro BOB) der Stiftung „Zukunft fördern“

Im Rahmen dieses Moduls war es uns in diesem Jahr möglich, erneut einen Kompetenzcheck für die Klasse 8 durchzuführen, dieses Mal mit dem Partner Agricola aus Dortmund.

Aktuelle Module:

Seit dem Schuljahr 2012/2013 nehmen die Klassen 8-10 verbindlich an folgenden Modulen des Projektes STAR teil:

 

Klasse

Modulnummer

Bezeichnung

empfohlener Durchführungszeitraum

8

1

Potentialanalyse

drittletztes Schulbesuchsjahr

8

 

Berufswegekonferenz

Im Anschluss an die Potentialanalyse

8

2

Berufsfelderkundung

drittletztes Schulbesuchsjahr

8

3

Schnupperpraktikum (1)

2 Wochen vor den Osterferien

8

 

Berufswegekonferenz

Im Anschluss an das Schnupperpraktikum

8

2e.1

Kommunikationstraining 1

2.Schulhalbjahr

 

 

   

9

3

Betriebspraktikum (2)

3 Wochen vor den Herbstferien

9

 

Berufswegekonferenz

im Anschluss an das Betriebspraktikum

9

 

Telefontraining

1. Schulhalbjahr

9

2e.3

Technikschulung

zweitletztes Schulbesuchsjahr

9

3

Betriebspraktikum (3)

3 Wochen vor den Osterferien

9

 

Berufswegekonferenz

im Anschluss an das Betriebspraktikum

9

 

Erstberatung durch die AfA

2. Schulhalbjahr

9

 

Schnupperpraktikum im RWB Essen

kurz vor Ende des Schuljahres

9

2e.2

Kommunikationstraining 2

2. Schulhalbjahr

 

 

   

10

 

Eignungsuntersuchung für die AfA

1. Schulhalbjahr

10

3

Betriebspraktikum (4)

3 Wochen vor den Herbstferien

10

 

Berufswegekonferenz

im Anschluss an das Betriebspraktikum

10

3

Betriebliches Langzeitpraktikum

letztes Schulbesuchsjahr

10

2e.3

Bewerbungstraining

letztes Schulbesuchsjahr

10

 

Zweitberatung durch die AfA

2. Schulhalbjahr

Erläuterung der Module:

Potentialanalyse

Ziel der Potentialanalyse ist die Erstellung eines Interessen- und Fähigkeitsprofils durch Analyse persönlicher Stärken und Kompetenzen, Interessen und förderbarer Potentiale. In einem zweitägigen Programm werden Aufgabenstellungen in folgenden Bereichen bearbeitet: Routine und Tempo, Werkzeugeinsatz und Werkzeugsteuerung (einfach), Wahrnehmung und Symmetrie, Instruktionsverständnis und Instruktionsumsetzung, Werkzeugeinsatz und Werkzeugsteuerung (komplex) und Messgenauigkeit und Präzision. Die Analyse dient als Grundlage für den weiteren Entwicklungs- und Förderungsprozess bis zum Übergang in eine Beschäftigung oder Ausbildung. Durchgeführt wird die Potentialanalyse durch die Firma Agricola aus Dortmund, die sich für die Zusammenarbeit mit hörgeschädigten Jugendlichen fortgebildet hat.

Berufswegekonferenz

mso-bidi-font-family:Tahoma">Im Anschluss an die durchgeführten Module zur Berufsvorbereitung werden die von den Schülern erzielten Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse in einer Berufswegekonferenz gemeinsam mit den Eltern, den Schülern selbst, der Klassenlehrerin und dem IFD in Einzelfallgesprächen besprochen. Zu diesen Konferenzen lädt der IFD in seine Räumlichkeiten ein.

Berufsfelderkundung

Für einige unserer Schüler schließt sich an die Schulzeit eine Zeit der Aus- und/oder Weiterbildung in einem Berufsbildungswerk (BBW) an. Aus diesem Grund besuchen wir zu Beginn der 8. Klasse mit allen Schülern das BBW Bigge/Olsberg. Hier können die Schüler die Ausbildungs- und Wohnsituation in einem BBW kennenlernen und sich auch gedanklich auf ihren nachschulischen Weg einstellen.

Im Rahmen der Berufsfelderkundung wählen die Schüler zudem 3 Berufsfelder aus, in denen sie bei einem weiteren dreitätigen Besuch jeweils an einem Tag ein Praktikum absolvieren. Diese Praktika werden mit den entsprechenden Meistern und den Schülern ausgiebig nachbereitet, so dass sich die Schüler aufgrund der Ergebnisse einen Praktikumsplatz für ihr Schnupperpraktikum auswählen können.

Betriebspraktika

Wie bereits erläutert, durchlaufen die Schüler während ihrer Schulzeit insgesamt 4 Betriebspraktika. Auf freiwilliger Basis können weitere Praktika zusätzlich in den Ferien absolviert werden (s.o.).

Für die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen kann im letzten Schulbesuchsjahr ein Langzeitpraktikum absolviert werden (s.o.).

Kommunikationstraining 1 und 2

Die Akzeptanz der eigenen Hörschädigung gegenüber Hörenden und erst recht in Betrieben stellt eine große Hürde dar, die den Erfolg eines Praktikums oder eines Bewerbungsgesprächs erheblich beeinflussen kann. Dies ist aus unserer Sicht in erster Linie ein Identitätsproblem, das weitreichende Folgen hat und Ursache für Un- und Missverständnis sowie Misserfolge ist. Es ist daher unser Anliegen, die Schüler in ihrer Identität gerade im Hinblick auf berufliche Eingliederung und persönliche Kontakte in der Arbeitswelt zu stärken.

Das Kommunikationstraining wird von hörgeschädigten Dozenten durchgeführt und setzt folgende Inhalte zum Ziel: Auseinandersetzung mit der eigenen Hörschädigung, Bewusstmachung des eigenen vorrangigen Kommunikationsmittels (Laut- oder Gebärdensprache), Kommunikation der Hörschädigung gegenüber Dritten (z.B. Arbeitgebern), Einforderung und Beantragung von Hilfsmitteln oder Dolmetschern, Kommunikationsstrategien in Bewerbungsgesprächen etc.

Gerade der außerschulische Lernort eines solchen Trainings macht aus unserer Sicht für die Durchführung Sinn. Ein außerschulischer Lernort bietet nicht nur bessere Rahmenbedingungen für das Kennenlernen von Trainern und Schülern sowie die Möglichkeit eines sehr intensiven Trainings, er isoliert das Programm auch vom Leistungs- und Erwartungskontext Schule, in dem viele Rollen festgefahren sind und die Schüler sich nicht so frei entfalten wie in einem außerschulischen Kontext. Das Kommunikationstraining 1 findet während einer 3-tägigen Veranstaltung in Hattingen statt.

Die Inhalte des ersten Kommunikationstrainings werden in einem zweiten Durchgang angepasst und erweitert. Für den zweiten Teil kommen die Dozenten an zwei Tagen in die Moritz-von-Büren- Schule und arbeiten mit den Schülern vor Ort.

Telefontraining

Das Telefontraining hat zum Ziel, die Schüler zunächst auf ein telefonisches Bewerbungsgespräch vorzubereiten, um anschließend tatsächlich selbstständig ein Bewerbungsgespräch am Telefon durchzuführen. Das Telefontraining wird von Kolping in Bad Driburg in einem zweitägigen Programm durchgeführt. Im ersten Teil werden in Bad Driburg Inhalte für mögliche Gesprächssituationen erarbeitet:

  • Informationen zur eigenen Person
  • Mögliche Fragen des Chefs
  • Eigene Fragen stellen
  • Kenntnisse über den Wunschberuf
  • Eigene Stärken und Schwächen benennen 

Am zweiten Tag erhalten die Schüler die Möglichkeit, im BOB der MvB-Schule selbstständig ein Telefonat zu führen. Ggf. wird dafür die Unterstützung von Gebärdendolmetschern in Anspruch genommen. Die Gespräche der Schüler werden für eine spätere Auswertung aufgezeichnet. Eine Mitarbeiterin von Kolping befindet sich in einem anderen Raum und nimmt das Telefonat entgegen. Sie richtet sich auf den jeweiligen Wunschberuf ein und stellt entsprechende Fragen. Im Anschluss findet in Einzelgesprächen eine Rückmeldung statt und die Schüler erhalten einen Rückmeldebogen mit Angaben zu ihrer Freundlichkeit, Ausdrucksweise, Selbstdarstellung, Beantwortung der Fragen und eigene Fragen.

Technikschulung

Ziel der Technikschulung ist es, dass die Schüler möglichst selbstständig die individuell erforderliche Technik für sich nutzen können. Die Schulung wird von Akustikern durchgeführt. Zwei Mitarbeiter der Firma Häusler kommen an einem Vormittag in die Moritz-von-Büren-Schule und arbeiten mit den Schülern in kleinen Gruppen. Die Schüler lernen verschiedene technische Hilfsmittel für Menschen mit einer Hörschädigung kennen (z.B. Nutzungsmöglichkeiten der FM-Anlage, Lichtwecker, Möglichkeiten des Musikhörens, Vibrationsalarm etc.). Außerdem werden die Schüler im selbstständigen Umgang mit ihrer eigenen Hörhilfe geschult und lernen individuelle Unterstützungsmöglichkeiten kennen.

Erstberatung durch die AfA

Im zweiten Halbjahr des vorletzten Schulbesuchsjahres wird der erste Kontakt zur Agentur für Arbeit hergestellt. Die Schüler und ggf. ihre Eltern lernen in Einzelgesprächen die zuständige Beraterin Frau Simon von der Agentur für Arbeit aus Paderborn kennen. Es wird bereits nach beruflichen Interessen und Erfahrungen der Schüler gefragt. Außerdem wird das Angebot gemacht, sich für den psychologischen Eignungstest der AfA anzumelden. Aus diesem Grund ist es sehr wünschenswert, dass die Eltern der Schüler der Einladung folgen und ebenfalls an dem Gespräch teilnehmen.

Schnupperpraktikum im RWB Essen

Erläuterung siehe oben

Eignungsuntersuchung durch die AfA

Für die Teilnahme an der psychologischen Eignungsuntersuchung ist das schriftliche Einverständnis der Eltern erforderlich (siehe erstes Beratungsgespräch). Die Untersuchung überprüft, ob der Schüler für seine gewünschte Berufsausbildung die entsprechenden Fähigkeiten mitbringt oder in welchen Bereichen ggf. noch Entwicklungsbedarf besteht. Die Untersuchung wird von Psychologen der AfA in der Moritz-von-Büren-Schule durchgeführt und ist in ihren Aufgabenstellungen auf hörgeschädigte Jugendliche modifiziert. Die Testergebnisse werden in einem individuellen Gutachten festgehalten.

 

Zweitberatung durch die AfA

Nach dem psychologischen Eignungstest findet die Auswertung des Gutachtens in einem zweiten Gespräch statt. Die Ergebnisse werden vorgestellt und die weiteren möglichen Schritte werden gemeinsam besprochen. An dem Zweitgespräch sollten in jedem Fall auch die Eltern der Schüler teilnehmen. Während beim Erstkontakt die Beraterin der Agentur für Arbeit aus Paderborn anwesend ist, kommt nun auch der Berater der Agentur für Arbeit für die Schüler aus dem Kreis Soest hinzu.

In einzelnen Fällen kann ein weiteres Beratungsgespräch erforderlich sein. Dieses kann dann in der Heimatagentur stattfinden. 

 

Bewerbungstraining

Mit dem Bewerbungstraining lernen Schüler, sich selbstständig für einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Dies beinhaltet mehrere Aspekte: das Erstellen aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen, Informationen zur eigenen Hörbehinderung geben, Informationen zum notwendigen Umgang mit der Hörbeeinträchtigung im Betrieb darstellen, Vorstellungsgespräche unter Einbezug von Technik oder ggf. Dolmetschern in Rollenspielen üben. Das Bewerbungstraining wird innerhalb der Schule einerseits durch Lehrkräfte mit der Klasse erarbeitet. Andererseits besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem IFD. Abschließend wird ein Vorstellungsgespräch unter möglichst realistischen Bedingungen in der Schule simuliert. Dazu begibt sich ein (den Schülern fremder) Mitarbeiter des IFD in die Rolle des Chefs und stellt sich auf die jeweiligen Bewerbungsgespräche ein. Die Schüler begeben sich inhaltlich vorbereitet und mit vollständigen Bewerbungsunterlagen in das Gespräch. Im Anschluss an das Gespräch erhält der Schüler eine schriftliche Rückmeldung durch den IFD.

In einer Fortführung kann das Bewerbungstraining ausgebaut werden, indem in ortsansässigen Betrieben ein Bewerbungsgespräch simuliert wird.

Weitere jährlich wiederkehrende Projekte:

Berufemarkt

Hier werden hörgeschädigte Arbeitnehmer, aber auch arbeitsuchende Menschen eingeladen, in einem Vortrag in unserer Schule ihren Ausbildungs- und Berufsweg darzustellen.

Mobilitätstraining

Die Schüler ab Klasse 7 kommen an diesem Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule. Sind sie in der Schule angekommen, erhalten sie jeweils in Gruppen von 3–4 Schülern Aufgaben, die sie nur mit Hilfe der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln im Umkreis von Büren erledigen können.

Da unsere Schüler jeden Tag mit dem Schülerspezialverkehr in die Schule und wieder nach Hause gebracht werden und zudem aufgrund ihrer Behinderung von ihren Eltern oft sehr behütet werden, fehlt ihnen die Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Rahmen der Vorbereitung dieses Tages und während seiner Durchführung sind die Schüler gefordert, sich passende Buslinien und Busverbindungen sowie Abfahrtszeiten und Preise herauszusuchen. Diese Erfahrungen sollen es ihnen ermöglichen einen eventuellen Praktikumsplatz auch ohne die Fahrdienste ihrer Eltern zu erreichen. 

Teilnahme am Förderschulberufemarkt

Der Förderschulberufemarkt, eine Erkundungs- und Orientierungsmesse für Förderschüler des Kreises Paderborn, wird jährlich gemeinsam vom Schulamt des Kreises Paderborn und dem Kolping Berufsförderungszentrum Paderborn veranstaltet und findet in den Räumlichkeiten des Kolping-Zentrums statt. Dort können Schüler sich anhand von Informationsständen und Stationen zum praktischen Ausprobieren über genau diejenigen Berufe informieren, die für Schüler mit dem Förderschulabschluss im Bildungsgang Lernen gut geeignet sind. Die Schüler der Moritz-von-Büren-Schule, die der Zielgruppe entsprechen, besuchen den Förderschulberufemarkt. Der Besuch kann anhand des umfangreichen Materials, das die Veranstalter auf ihrer Homepage im Internet bereitstellen, ausführlich vor- und nachbereitet werden.

7.  Elternarbeit

Neben den vorgesehenen Berufswegekonferenzen (s.o.) werden für Eltern weitere Angebote vorgehalten: 

Elternabend

Zu Beginn der Klasse 8 führen wir obligatorisch einen Elterninformationsabend durch. An diesem Abend informieren wir die Eltern über unser Konzept im Bereich der Berufsorientierung. Wir stellen die Kollegin des Integrationsfachdienstes vor und auch diese erzählt über ihre Arbeit. Im Gespräch mit den Eltern können offene Fragen beantwortet werden, zudem erhalten die Eltern einen Überblick über mögliche nachschulische Wege. Wir formulieren hier auch Wünsche und Tipps unsererseits, wie wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen, wie Eltern ihre Kinder auf dem Weg der Berufsorientierung und während des Übergangs von Schule zu Beruf unterstützen können. Informationsgrundlage und zugleich Ablaufstrang bietet dabei eine von uns entwickelte Powerpoint-Präsentation. Alle Informationen sind zusätzlich in einem übersichtlichen Flyer zusammengefasst, den wir den Eltern mitgeben.

Auf Wunsch der Eltern findet während der 9. Klasse ein weiterer Informationsabend statt, an dem auch Kolleginnen des RWB Essen und der Bildungsstätte Essen teilnehmen. Hierzu werden insbesondere die Schüler und Eltern eingeladen, für die sich die Perspektive einer weiteren schulischen oder berufsbegleitenden Bildung im RWB Essen ergeben könnte. 

Elternsprechtage

Während der Praktikumsakquise und der Durchführung der Praktika stehen wir bei Bedarf mit den Eltern telefonisch und an Elternsprechtagen in Kontakt, tauschen uns aus und besprechen uns. Die Elternsprechtage finden bei uns meistens während der Praktika statt, sodass ein zeitnaher und aktueller Austausch möglich ist. Außerdem bietet an den Elternsprechtagen auch der IFD regelmäßig Sprechzeiten für interessierte Eltern an, die teilweise auch gemeinsam mit den Klassenlehrern durchgeführt werden.

Berufemarkt

Interessierte Eltern werden zum Berufemarkt eingeladen. Aus unserer Sicht ist dies sehr bereichernd. Viele Sorgen, wie der hörgeschädigte Sohn, die hörgeschädigte Tochter je auf dem freien Arbeitsmarkt Fuß fassen kann und sein/ihr Leben selbstständig organisieren kann, werden hier relativiert. Nicht nur für die Schüler sind hörgeschädigte Arbeitnehmer hier Vorbild. Für Eltern sind sie oft Hoffnungsträger.

Der „Runde Tisch“

Zur Durchführung des „runden Tischs", dem zweiten Beratungsgespräch mit der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst und uns werden die Eltern mit eingeladen und sie sind ausdrücklich erwünscht. Nur so können Perspektivplanungen auf einen festen Grund gestellt werden und alle Beteiligten bei der Umsetzung an einem Strang ziehen.

8.  Evaluation

Die Angebote zur Berufswahlorientierung evaluieren wir durch Gespräche in mehrfacher Hinsicht.

  • Wir bitten die Klassenlehrerinnen um ein Feedback zu einzelnen Angeboten sowie zu den zur Verfügung gestellten Materialien und ändern diese gegebenenfalls bedürfnisorientiert ab.
  • Einmal im Halbjahr setzen wir uns mit der Kollegin des Integrationsfachdienstes zusammen und gehen den Berufswahlkalender, unser Curriculum, durch. Hier prüfen wir zunächst, welche Angebote tatsächlich durchgeführt wurden, planen, mit wem wir Rücksprache halten und besprechen, welche Angebote sich bewährt haben, welche einer Weiterentwicklung bedürfen und welche gegebenenfalls wieder aus dem Curriculum gestrichen werden.
  • Auch die Elterngespräche stellen eine regelmäßige Feedbacksituation dar.
  • Desweiteren werden sämtliche Projekte der Berufsvorbereitung durch einen Feedbackbogen, der an die teilnehmenden Schüler verteilt wird, evaluiert.
  • Am Ende der Klasse 10 verteilen wir Feedbackbögen an Eltern und Schüler, um so eine Rückmeldung und Einschätzung über ihren Weg der Berufswahl an unserer Schule zu bekommen.
  • Der Baustein Berufswahlorientierung wird jährlich systematisch per Feedbackbögen evaluiert.

9.  Netzwerk

IFD

Mit dem IFD (Integrationsfachdienst für hörbehinderte Menschen) arbeiten wir eng zusammen. Wöchentlich findet bei uns im Haus eine Sprechstunde mit Frau Rodeck statt. Hierfür können sich Schüler, die im Besitz eines Behindertenausweises sind, anmelden.

Frau Rodeck unterstützt die Schüler bei der Interessenfindung, der Praktikumsrecherche, während des Praktikums, etc.

Sie ist für den Übergang von Schule in den Beruf zuständig und ist somit auch nach der Schulzeit noch Ansprechpartnerin für die Schüler und deren Betriebe.

Die Schulleitung ist bemüht, die Besuche von Frau Rodeck im Stundenplan zu berücksichtigen (Wirtschaft).

Judith Rodeck

Fachberaterin für Menschen mit Hörschädigung

Tel.: (0 52 51) 87 86 946

Fax: (0 52 51) 87 86 948

Email: Tahoma;mso-ansi-language:EN-US">judith.rodeck@ifd-westfalen.de  

Link: http://www.ifd-westfalen.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=423

Arbeitsagenturen

Frau Simon

Bahnhofstr. 26

33102 Paderborn

Herr Schnittger

Heinsbergplatz 6

59494 Soest

Frau Schulte

Brückenstr. 10

59872 Meschede

Tel: 01801 / 555111 (Arbeitnehmer) *

Tel: 01801 / 664466 (Arbeitgeber) *

http://www.arbeitsagentur.de/nn_12006/Navigation/Dienststellen/RD-NRW/Paderborn/Agentur/Buerger/Menschen-mit-Behinderungen/Menschen-mit-Behinderungen-Nav.html

Landesarbeitskreis Beruf Schulen für Hören und Kommunikation in NRW

Die Berufswahlorientierung mit Hörgeschädigten bringt gänzlich andere Anforderungen mit sich als im Regelschulbereich. Ein wichtiges Element ist die Identitätsförderung der Schüler hinsichtlich ihrer Hörschädigung. Hier geht es zunächst um die Akzeptanz der eigenen Behinderung, die Bekenntnis und Annahme der notwendigen Kommunikationsform (Laut-/ Gebärdensprache) und infolgedessen die Kenntnis, Akzeptanz und Einforderung von behinderungsspezifischen Rahmenbedingungen und Hilfsmitteln am Arbeitsplatz. Dies erfordert von den Berufswahlkoordinatoren und den in der Berufsorientierung tätigen Lehrern entsprechendes Fachwissen. Die Berufskoordinatoren der meisten Förderschulen für Hören und Kommunikation in NRW haben sich daher im Landesarbeitskreis Berufswahlorientierung zusammengeschlossen und treffen sich halbjährlich. Der Landesarbeitskreis bietet zum einen die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, sich kollegial zu beraten sowie landesweite Standards in der Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst zu entwickeln und einzufordern. Zudem werden regelmäßig Gastredner aus dem Bereich Berufswahlorientierung eingeladen, sodass die Koordinatoren der Förderschule Hören und Kommunikation hier die Chance haben, sich zielgruppenspezifisch fortzubilden. Diesem Landesarbeitskreis gehören wir an und sind so immer wieder in der Lage, über Vorträge und den Austausch unser Wissen und unsere Kompetenzen zu erweitern, neue Ideen aufzugreifen und in unser eigenes Konzept zu integrieren.

Berufskolleg Essen

Frau Wirtz

Email: wirtz@rwb-essen.de

http://www.rwb-essen.de/

http://www.rwb-essen.de/index.php?id=45

BBW Bigge

Herr Fleischmann

Pappelallee 3

59939 Olsberg

Tel.: 02962/800516

Email: g.fleischmann@josefsheim-bbw.de

http://www.josefsheim-bigge.de/bbw/index.shtml

BBW Nürnberg

Pommernstraße 25

90451 Nürnberg

Tel.: 0911/6414-0

FAX  0911/6414-400

Email: bbw-nbg@bezirk-mittelfranken.de

http://www.bbw-nuernberg.de/

Stiftung Partner für Schulen

Mit der Unterstützung der Stiftung Partner für Schulen führen wir die Projekte Zukunft fördern durch (z.B. Berufsorientierungsbüro).

http://www.partner-fuer-schule.nrw.de/dev/t3/zukunft-foerdern/startseite.html

Institut Quint

Anne Gelhardt

www.institut-quint.de

Börde Werkstätten Soest

Bleskenweg 7

59494 Soest

02921 96890

www.boerde-werkstaetten. bold">perthes-werk.de

Nikolauswerkstätten Büren

Werkstätten St. Nikolaus

Betriebsstätte Büren

Westring 29

33142 Büren

Tel.: 02951/98 35-0

http://www.wfb-st-nikolaus-bueren.de/

10  Downloads

  • Flyer für Eltern
  • Berufekalender - Kurzkonzept im Überblick
  • Jugendschutzgesetz/Praktikum
  • Bescheinigung über einen Praktikumsplatz
  • Beurteilungsbogen Praktikum
  • Vertrag Langzeitpraktikum
  • Praktikumsbericht Hauptschule
  • Praktikumsbericht Förderschwerpunkt Lernen

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